Immersive multimediale Tanzperformance im

In dieser neuen Version der Multimedia-Show Geistzeit, die speziell auf den außergewöhnlichen Rahmen des Samurai Museums zugeschnitten ist, verbindet das Kollektiv Elektro Kagura zeitgenössischen Tanz, Theater und digitale Kunst, um eine der bekanntesten Geistergeschichten Japans zu erzählen.
Als Höhepunkt des Zyklus Geistzeit, der sich seit mehreren Jahren der Erforschung und Neuinterpretation japanischer Gester-Legenden widmet, zeichnet die Version des Okiku-Mythos von Elektro Kagura den dramatischen Lebensweg dieser mutigen Dienerin namens Okiku nach. Sie weigerte sich bis zu ihrem Tod, die Geliebte ihres Herrn zu werden, und ihr Geist wird kommen, um ihre Rachegelüste zu stillen. Gibt es einen Priester, der sie austreiben und dieses Haus von seinem Fluch befreien kann?
Zwischen grausamer Ungerechtigkeit und Erlösung verkörpert die internationale Tänzerin Ichi Go eine ihrer extremsten Figuren. Zusammen mit dem Tänzer Ryota Maeda führen die beiden Virtuosen eine spannungsgeladene Performance auf, die japanische Einflüsse und die freie Szene Berlins miteinander verbindet.
Umgeben von den Tänzerinnen und Tänzern tauchen die Zuschauer dank der elektronischen Musik des Komponisten Cedric Douhaire und den digitalen Projektionen von Yukihiro Ikutani in ein dekonstruiertes und halluzinogenes mittelalterliches Japan ein.
Die Geschichte:
Ihr Name war Okiku, sie war eine ehrliche Dienerin, deren einziges Vergehen darin bestand, zu schön zu sein.
Sie wurde Opfer der Verleumdungen ihres Herrn Aoyama, der sie perfiderweise beschuldigte, einen unschätzbaren Teller zerbrochen zu haben, mit dem einzigen Ziel, sie zu erpressen, um sie zu seiner Geliebten zu machen.
Der Urheber dieser abscheulichen List ließ sie schließlich sogar im Brunnen des Hauses ertrinken.
Aber im Japan der Samurai ist der Tod weniger stark als die Rache, und der Geist von Okiku wird bald kommen, um Gerechtigkeit zu fordern.
Dieser schreckliche Fluch wird jeden treffen, der es wagt, dem Geist von Okiku zuzuhören, wie er am Grund des Brunnens klagt und die Teller zählt und wieder zählt, in der Hoffnung, endlich den fehlenden Teller zu finden, der ihr Verderben verursacht hat.
Erst die Ankunft eines mutigen und klugen Priesters wird die Opfer des Geistes retten und Okikus gequälte Seele befreien. Am Ende des verzweifelten Zählens des Geistes wird der Priester „10” rufen, die Nummer des berühmten fehlenden Tellers. Okiku ist zufrieden, dass endlich jemand den Teller gefunden hat, und verschwindet für immer, sodass die Bewohner des Hauses endlich ihre Ruhe haben.