03.07.2026-04.07.2026 im Kulturhaus Karshorst

Der nächste KabuKlub findet am 3. und 4. Juli 2026 im Kulturhaus Karlshorst statt, dank der Unterstützung des Bezirkskulturfonds Lichtenberg.
Kulturhaus Karlshorst
Treskowallee 112 | 10318 Berlin
- Freitag, 03. Juli 2026 – 19:00 Uhr
- Samstag, 04. Juli 2026 – 19:00 Uhr
Eintritt: 10€, erm. 3€
Tickets sind an der Abendhasse erhältlich!
Schüler*innen, Student*innen und Bürger*innen mit Berechtigungsnachweis.
Kabuklub ist eine Performance, zu der jeder herzlich eingeladen ist, mitzumachen. Wenn Sie bei uns mitmachen möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
Für alle Tänzer und Musiker, die sich uns anschließen und mit uns proben möchten:
Die Tanzproben finden am:
30. Juni, 1. und 2. Juli jeweils von 17 bis 20 Uhr im Theaterhaus Schöneweide statt.
Schnellerstraße 104 | 12439 Berlin

„KabuKlub ist ein Ort der Transformation, an dem sich Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum, Tradition und Gegenwart, Körper und Klang auflösen.“
ELEKTRO KAGURA präsentiert „KabuKlub“, inspiriert vom traditionellen japanischen Kabuki-Tanz und verbunden mit Berliner Clubkultur. Unter der Leitung von Ichi Go integriert das Stück das Publikum aktiv und entfaltet die rohe Energie eines Berliner Clubs. Kostüme aus Secondhand-Kleidungsstücken werden von Hibiki Kawahara und Regina Gyr (Kostüm Kollektiv e.V.) extravagant gestaltet. Musik komponiert von AXL OTL wird live mit Gäste-Musikerinnen aufgeführt. Bühne und digitale Projektionen: Yukihiro Ikutani. Tänzerinnen und bildende Künstlerinnen wirken sowohl auf der Bühne als auch als Darstellerinnen mit.
Im traditionellen Kabuki-Theater dürfen nur Männer auftreten, die sowohl männliche als auch weibliche Rollen spielen. Doch wenn man die Ursprünge des Kabuki-Tanzes betrachtet, erkennt man, dass die Methode ursprünglich von einer Frau, Okuni (1572–1613?), entwickelt wurde. Okuni war im Dienst eines renommierten Schreins tätig und führte ihren Tanzstil an verschiedenen Orten in Japan auf. Ihr Tanz wurde so berühmt, dass daraus schließlich der Kabuki-Tanz hervorging.
Ihr Tanzstil brach vor allem Geschlechterrollen: Okuni übernahm männliche Rollen, während ihr Partner weibliche Rollen spielte. Sie ließ sich von den sogenannten „Kabuki-Guys“ inspirieren – exzentrische und unkonventionelle Persönlichkeiten, die sich extravagant kleideten und rebellisches Verhalten an den Tag legten. Diese Ästhetik und Philosophie integrierte Okuni in ihren Tanz, indem sie und ihre Tänzer*innen Geschlechterrollen tauschten. Dieses Durchbrechen gesellschaftlicher Normen faszinierte das Publikum, und am Ende verschmolzen Tänzer*innen un Zuschauer*innen zu einer Gemeinschaft, die leidenschaftlich und ausgelassen gemeinsam tanzte.
Eine ähnliche Dynamik findet man in Berliner Clubs, wo gesellschaftliche Normen und Konventionen gebrochen werden und Tag und Nacht getanzt wird, wobei Geschlechterrollen oft verschwimmen. ELEKTRO KAGURA hebt diese Gemeinsamkeiten zwischen dem Berlin von heute und dem Japan vergangener Zeiten hervor und schafft mit diesem Stück eine kulturelle und zeitliche Brücke.
ELEKTRO KAGURA Team
Von & mit Elektro Kagura | Yukihiro Ikutani | Ichi Go | Cédric Douhaire | Ryota Maeda | Yvonne Leppin | Olga Simchuk | Laura Sophie Heise | likabari, Gałgał | Lena Hoepfner | Karim Karel | Andreas Heilig | Mayuko Hiramatsu | Betty Despoina Athanasisdou | Udo Wiegand | Theo Tranca | Joshua Remsanga Sailo


